Der Pferde-Zirkel
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Körung in Krumke November 2018


 

Die Pferdezuchtverbände Brandenburg-Anhalt, Sachsen-Thüringen, Verband der Pferdezüchter Mecklenburg-Vorpommern und das Stammbuch für Kaltblutpferde Niedersachsen hatten zur gemeinsamen Körung eingeladen. 30 Hengste der Rassen Rheinisch-deutsch, Noriker, Schwarzwälder Fuchs, Süddeutsches Kaltblut und Hannoversches Kaltblut waren im Katalog verzeichnet.
Insgesamt stellten sich 25 Hengste der Körkommission. Von den 21 vorgestellten Rheinisch-deutschen Hengsten wurden 11 gekört. Die Katalognummer 5 wurde als Siegerhengst herausgestellt und prämiert. Der Vollbruder des Siegerhengstes von 2017 schaffte es erneut an die Spitze. Der von Adriano und der StPrSt Heidi v. Helios abstammende Hengst zeigte sich harmonisch mit schönem Gesicht, ausgeprägtem Rassetyp und energischem Antritt im Trab sowie raumgreifendem Schritt. Züchter und Aussteller dieses Hengstes ist Bernd Drephal, Malchow.

 

 

Vom Stammbuch für Kaltblutpferde Niedersachsen wurden acht Hengste vorgestellt, fünf rheinisch-deutsche Hengste, ein Schwarzwälder Fuchs, ein Süddeutscher Hengst und ein Hengst der Rasse Hannoversches Kaltblut. Drei Hengste wurden gekört.


Die Zuchtgemeinschaft Siegfried und Alexander Biegel, Harsewinkel, stellte einen imposanten Sohn von Erdinger Gold aus der StPrSt Haylee von Helmut vor. Dieser mittelschwere Hengst begeisterte mit trockener Textur, Schub aus der Hinterhand im Trab sowie ergiebigem Schritt und wurde ebenfalls prämiert. Der zweite gekörte Hengst stammt aus der Zucht von Jutta Grimm, Haltern am See, und wurde von Nick Paper, Battenberg, zur Körung vorgestellt. Harmonisch mit lockerem Trab und gelassenem Schritt konnte der von Nikolaus aus der Enya von Erlander abstammende Hengst überzeugen. Der Schwarzwälder Fuchs von Feuerstein aus der Mara von Milan, gezogen und im Besitz von Aide Bartels, Wangelnstedt, zeigte sich mit geschwungener Oberlinie, trockenem Bein und raumgreifendem Schritt.

 

Der Hengst wurde zum Siegerhengst der sonstigen Rassen erkoren.


Unser Dank geht vor allem an das Team um Petra Nörenberg, die die Körung wie gewohnt vorbereitet hatten und für den reibungslosen Ablauf sorgten
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Foto: Peter Tendler

 


 

 

 

Leistungsprüfung in Adelheidsdorf Oktober 2018

 

 

In drei Prüfungsteilen, dem dressurmäßigen Fahren vor einem Wagen, dem Ziehen eines 7 m langen Baumstammes und vor dem Zugschlitten mussten die Prüflinge ihre Arbeitstauglichkeit unter Beweis stellen.


Platz eins bei den Hengsten mit einer Endnote von 8,29 erreichte der, bei Marja de Bruijn in den Niederlanden gezogene, Schwarzwälder Fuchs Ratin v. Ravel/Diflor. Heute steht er im Besitz von Ralf u. Jonas Bartels, Katensen. Die 17-jährige Tochter des Hauses Marivic Bartels hatte Ratin optimal vorbereitet und stellte ihn in allen drei Prüfungspunkten mit ausgesprochen einfühlsamer Gelassenheit vor! Es macht sich immer bezahlt, wenn man schon auf den ersten Blick erkennen kann, dass Fahrer und Pferd ein Team bilden.


 

Platz 2 belegte der rheinisch- deutsche Ortolan v. Odin v. Lupitz/Erdmann. Ein sympathischer Brauner aus der Zucht und im Besitz von Hagen Schünemann, Goldbeck, der ebenfalls sehr gelassen seine Aufgaben absolvierte und damit eine Endnote von 7,98 erreichte.


Highlander v. Hadrian/ Erlander (Z: Nick Paper, Battenberg) wurde von Jan zum Berge für die Familie zum Berge, Bad Fallingbostel vorgestellt. Der imposante Fuchs wurde mit einer 7,60 benotet.


Doch wie so oft, hieß es auch in diesem Jahr „Ladys first“, denn die ersten 4 Stuten erhielten alle eine Endnote über 8,0!
Ganz aufgeregt war Kerstin Berner, Hohenaverbergen, die für Familie zum Berge die Stute Caro v. Carol von Söhre/ Aramis (Z: Hans Jürgen Schulz, Kalbe) trainiert hatte und sie nun auch vorstellte.

 

 

Selbst eine erfahrene Fahrerin, hatte sie aber kaum Erfahrung mit der Arbeit am Zugschlitten oder der Holzstange. Doch es war einfach eine Freude, dem vertrauensvollen Miteinander der beiden bei ihrem Auftritt zuzusehen.

 

Eine 9,0 für das Interieur der Stute und eine 8,71 als Endnote legten Zeugnis von der Qualität dieser Stute ab.

 

 

Doch auch Nummer zwei nötigte Respekt ab. Klein aber oho, erst 3 Jahre alt, erledigte die eher zierliche Schwarzwälderin Flauschi v. Mönchbräu/Dinkelberg (Z: Svenja Schultheiss, Pfullendorf) ihre Aufgaben souverän. Unterstützt wurde sie dabei auf das Beste von ihrem Ausbilder Stefan Dingel, Celle, der wie immer mit Umsicht, Ruhe und Gelassenheit Flauschi zur Seite stand. Hanspeter und Sandra Stähli, Rhede können sich über eine hervorragende 8,28 als Endnote für ihre Stute freuen.
Munkedal/Wilawander xx ist die Abstammung der hannoverschen Kaltblutstute Peggie Sue auf Platz 3, gezogen und im Besitz von Bettina u. Klaus Meyer, Zahrensen. Steffen Meyer stellte die großrahmige Fuchsstute vor und erreichte ein 8,21.


Der bekannte Vierspännerfahrer Robert Kühn, Driftsethe, trat mit der Schleswiger Fuchsstute Isetta v. Dankwart/Zauberbote aus dem Besitz von Helmut Lohse, Ihlienworth zur Prüfung an. Sie brillierte besonders im schweren Zug und erreichte eine Gesamtnote von 8,03.

 

 

Bei der Ergebnisbesprechung nahm Kerstin Berner für Familie zum Berge den Pokal für die beste Stute entgegen. Der Pokal für den besten Hengst ging an die ZG Bartels aus Katensen. Richter Laukotka stellte in seinem Resümee fest, dass eine gute Dressur nicht unbedingt auch auf eine gute Zugleistung schließen lässt und umgekehrt. Als Tipp für die Zukunft gab er noch mit auf den Weg, doch für den schweren Zug auf breite Brustblätter mit Unterlage zu achten, denn

die Dressurbrustblätter machten es den Pferden nur unnötig schwer.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Karla Ebert betonte noch einmal den hervorragenden Pflegezustand der Pferde und hob noch einmal begeistert die Qualität der Siegerstute Caro hervor.

 

 

 

Text/Foto Marianne Schwöbel


 

 

 


 

 

 

Schwere Jungs, doch gute Freunde ...


Das könnte die begeisternde Kaltbluthengstschau kurz beschreiben, die zum ersten Mal in den Hallen der Hengstprüfungsanstalt in Adelheidsdorf stattfand.Zuchtleiterin Ulrike Struck und der 1. Vorsitzende Dr. Uwe Clar freuten sich über die überaus zahlreichen Zuschauer, die den Weg in die Halle gefunden hatten. Auch Hausherr, Landstallmeister Dr. Axel Brockmann bekräftigte, dass er sich über das große Interesse an den Kaltblütern sehr freue und sie immer gern gesehene Gäste auf seiner Anlage seien.


Bereits ab 9 Uhr waren die herrlich herausgebrachten Hengste in der Vorbereitung zu bewundern. Um 10 Uhr ging es dann mit der Vorstellung an der Hand los, fachkundig kommentiert von Dr. Clar.

 

 


Lebensfroh, mit dem einen oder anderen Bocksprung beim Freilaufen, doch anschließend in den Schaubildern zuverlässig und leistungsbereit, so zeigten sich die 11 Hengste. Reiterlichen Herausforderungen stellten sich Eirik Erlingsen und Jan Bogun vom niedersächsischen Landgestüt Celle. Ersterer ließ seine rheinisch-deutschen Hengste Achenbach v. Antonio und Hilarius v. Higgins in der ungarischen Post brillieren. Eine Premiere erlebten die Zuschauer, als der Gestütsbeamte stehend auf seinen beiden Hengsten über ein kleines Hindernis sprang. Jan Bogun mit dem Schleswiger Strolch v. Saturn als Sattelpferd und dem rheinisch deutschen Hengst Harry v. Heidjer II als Vorderpferd demonstrierten eine zweifache Fahrschule vom Feinsten.


Der Braunschimmel Landmesser v. Louis, ein ehemaliger Dillenburger Landbeschäler wurde mit Spannung erwartet. Mit ihm hat sich sein neuer Besitzer Ralf Finke aus Frankenau einen Lebenstraum erfüllt. Ob geritten oder vor der Schleppe, Landmesser macht alles mit.
Kerstin Berner und die Schleswigerin Maite, Nadine Bohlmann mit Manni ( Hann. Kaltblut), Anja Zitelmann mit Lotte (Rheinisch-Deutsches Kaltblut) und Anette Clar mit Pauke, einer Vlaams Paard Stute mit Gardemaß, zeigten eine mit viel Liebe einstudierte und akkurat gerittene Quadrille.


Vielversprechende Youngster ein- und zweispännig gefahren präsentierten Jan zum Berge aus Bad Fallingbostel mit Highlander v. Hadrian (Rheinisch-Deutsches Kaltblut) und Jonas Bartels aus Katensen mit seinen Schwarzwäldern Mentor v. Moreno und Ratin v. Ravel. Man darf mit Spannung die Leistungsprüfung dieser drei- und vierjährigen Hengste erwarten, die sich schon recht ansprechend vor dem Wagen zeigten.

 

 


Oldies but Goldies, so könnte man zwei Althengste beschreiben, die sich sehr souverän vorstellten. Mit 15 Jahren der Älteste im Bunde war Otto v. Orloff, der bis April als Pachthengst bei Jan zum Berge in Bad Fallingbostel den Züchtern zur Verfügung steht. Seine Besitzer Stefan und Sandy Daut aus Kittelsbach, ließen es sich nicht nehmen, diesen Prachtburschen an der Hand und vor dem Wagen selbst vorzustellen.


Ein Wiedersehen gab es mit Ute Feldmanns (Hille) 14-jährigem Bundesprämienhengst Heidjer v. Heron. Zu seiner Körung noch etwas jugendlich, so ist er heute ein Bild von einem Kaltblutpferd, dessen raumgreifende Trabaktionen immer wieder für Begeisterung sorgen.


Bei Adelheid Rohlfs in Kirchdorf stationiert ist der Freiberger Dixan v. Diger. Nicht nur Besitzerin Dr. Ute Klausch schaute andächtig zu, als dieser Junghengst von Barockausbilder Xaver Vitoul mit geradezu spielerischer Leichtigkeit vorgestellt wurde. Vitoul lobte seinen gelehrigen Fuchs in höchsten Tönen und stellte fest: Kaltblüter machen Spaß und sind Freunde - echte Freunde!

 

Marianne Schwöbel (Text und Bilder)   weitere Bilder auf www.schwoebel-pferdefotografie.de 
im Auftrag des
Stammbuches für Kaltblutpferde Niedersachsen e. V.


 
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